Fachbereich Kunsttherapie
Kunsttherapie
in der TherapiePraxis Köln
Die Kunsttherapie ist ein kreativtherapeutisches Verfahren und integrierter Bestandteil in der Ergotherapie. Die kunsttherapeutische Vorgehensweise orientiert sich u.a. an tiefenpsychologischen, verhaltenstherapeutisch-lerntheoretischen, systemischen und ganzheitlich-humanistischen Ansätzen.
Kunsttherapie wird insbesondere im Bereich der neuropsychologisch orientierten Behandlung (Hirnleistungstraining) sowie in der psychisch funktionellen Behandlung eigesetzt und hat sowohl einen präventiven als auch rehabilitierenden Charakter.
Der non-verbale Einsatz künstlerischer Mittel bietet die Möglichkeit, Gefühle unmittelbar am Werk auszudrücken. Durch die spielerische, sensorische und körperliche Materialerfahrung sowie durch das affektive Erleben entsteht eine neue sinnlich-erlebbare Wirklichkeit. Über die Kreativität werden Teilleistungen trainiert (optisch, akustisch, Raumlage, Intermodalität, Serialität) und Ich-Funktion gestärkt.
Ziele der Kunsttherapie: Entwicklungsförderung, Kreativ-handwerkliche und gestalterische Tätigkeit, Förderung im sozio-emotionalen Bereich, Verbesserung im neuropsychologischen und –physiologischen Bereich sowie im motorisch-funktionellen Bereich.
Kunsttherapie
Abgrenzung und Einsatzbereiche
Ergotherapie ist ein anerkanntes Heilmittel nach Heilmittelrichtlinie und wird ärztlich verordnet.
Schwerpunkt: Wiederherstellung, Verbesserung und Erhalt von Handlungsfähigkeit im Alltag (z. B. nach Verletzungen, bei neurologischen Erkrankungen oder im orthopädischen Bereich).
Kunsttherapie ist kein zugelassenes Heilmittel. Sie wird methodisch eingesetzt, z. B. im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie, in Prävention oder in Coaching-/Selbstzahler-Angeboten.
Schwerpunkt: Ausdrucks- und Gestaltungsprozesse, die seelische und emotionale Themen sichtbar machen und bearbeitbar machen.
👉 Während Ergotherapie funktionelle, alltagspraktische Ziele verfolgt, nutzt Kunsttherapie kreative Ausdrucksformen als Zugang zu inneren Prozessen.
Status von Kunsttherapie
- Nicht verordnungsfähig nach Heilmittelrichtlinie
- Kann als therapeutische Methode in interdisziplinären Settings oder als ergänzendes Angebot eingesetzt werden
- Anwendung erfolgt häufig im Kontext von:
- Selbstzahlerleistungen
- Präventionsangeboten
- begleitend in Kliniken, Praxen, Beratungsstellen oder in der Psychosozialen Versorgung
Sie haben Fragen?
Kunsttherapie
Methodische Umsetzung
- Einsatz von Malerei, Zeichnung, Collage, plastischem Gestalten und anderen kreativen Medien
- Ziel ist nicht das Kunstwerk, sondern der Prozess: Ausdruck, Reflektion, neue Perspektiven und emotionale Entlastung
- Therapeut:in begleitet den Gestaltungsprozess, bietet Anregung, Rahmung und Reflexion
0
kompetente Therapeut*innen
0
Verwaltungs-
mitarbeitende
0
Jahre
TherapiePraxis Köln
0
K
Patient*innen & Klient*innen
Zielgruppen & Schwerpunkte
- Kunsttherapie eignet sich insbesondere für Menschen mit:
- Psychischen Belastungen & Erkrankungen (Depression, Angststörungen, Burnout, psychosomatische Beschwerden)
- Traumafolgestörungen (z. B. zur nonverbalen Verarbeitung und Stabilisierung)
- Neurologischen Erkrankungen (Schlaganfall, Demenz, Parkinson – Ressourcenorientierung, Ausdruck, Aktivierung)
- Kinder- und Jugendtherapie (Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten, emotionale Störungen)
- Onkologie & chronische Erkrankungen (Unterstützung in Krankheitsbewältigung und Selbstwirksamkeit)
- Persönlichkeitsentwicklung & Prävention (Stressabbau, Selbstreflexion, Förderung von Resilienz)

